Es gibt Newbornshootings – und dann gibt es Newbornshootings mit Geschwisterkindern. Beides ist herrlich, aber grundsätzlich unterschiedlich. Beim 1. Kind komme ich als Familienfotografin in eine kleine Wochenbettbubble. Das Leben spielt sich zwischen Sofa und Schlafzimmer ab. Es ist still und gemütlich, der Alltag weit weg und die Luft knistert förmlich vor lauter Babyduft und Anfangszauber. Und dann komme ich zu Familien in denen das 2., 3. oder 4. Kind geboren wurde. Die Mama, die vor einer Woche entbunden hat, öffnet mir die Tür. In Jeans. Im einen Arm das Baby, im anderen das Fußballtrikot das der ältere Sohn grade überall gesucht hat. Sie fragt mich ob ich einen Kaffee will und fragt den Sohn noch nach den Hausaufgaben. Alle kommen zusammen, es wird versucht, einmal gemütlich auf dem Sofa zu kuscheln – es endet in einer Kabbelei. Das Baby – unbeeindruckt. Geräuschkulisse? I dont care.
Und weil bei meinen Familienshootings niemand "mitmachen" muss, dürfen auch hier die großen Geschwister jederzeit ihr Ding machen. Und so kommt es dann doch, dass Mama und Papa zwischendurch ganz ruhig und für sich mit dem Baby im Bett kuscheln.
Wie damals, als die Luft noch knisterte und sich alles um das Baby drehte.
Nur bestaunen eben jetzt 4 verliebte Augenpaare dieses kleine Menschlein.